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Fasching 2013

Herrlich flott und so gar nicht bankrott präsentierte sich die närrische Fraktion der DJK Hirschfeld in ihren gut fünfstündigen Sitzungen. Tolle Kostüme, witzige Inszenierungen und ausgefeilte
Choreografien begeisterten insgesamt dreimal vor ausverkauftem Haus. Unter der souveränen Leitung vom „kurzen und knackigen“ Sitzungspräsident Georg Woelke und seinem gut gelaunten Fünferrat zauberten die Akteure wieder einmal Erstaunliches auf die Bühne.

Neben klassischem Gardetanz und dem leichtfüßigen Tanzmariechen Franziska Stock ging es in toller Kostümierung auf choreografische Reise um die Welt. Die goldigen Bauchtänzerinnen der „Meefröschli“ machten das Morgenland unsicher, die „Showtanz Midis“ kamen als „Hula-Girls“ hawaiianisch daher. Bei der „Teenie-Garde“ hieß es „Viva Mexico“ und der temperamentvolle Showtanz der Garde führte schließlich nach Jamaika. Dazu begeisterten die Männerballettmäuschen als - o là là - netzbestrumpfte französische Zimmermädchen.

Doch nicht nur choreografisch, nein auch in der Bütt ging es multikulturell hoch her. Der blondgelockten Hedwig Weth blieb zwar das „Dreifach Hoch auf Italia“ ein wenig im Halse stecken, dafür gelang es den „Freds“ auf ihrer Mission als „intergalaktische Immobilienhändler“ den grimmigen „Hass“ als Untermieter in Hirschfeld zu deponieren. Die trommelfreudige „Blue Men Group“ und weitere Außerirdische waren weniger erfolgreich und zogen noch am Abend nach „Stammi“ weiter. Die „Fußball-Kids“ Niklas Einbecker und Justin Reichert ließen „die Kirche im Dorf“ und rechneten endlich mal mit peinlichen, überehrgeizigen Fußballeltern ab. „Dorfmusikerin“ Inge Hornig hielt Publikum und Fünferrat in Sangesatem, wenn sie nicht gerade über Unterfrankens „größten Männerspielplatz in Hirschfeld“ herzog.

Als hochgradig gesundheitsschädlich erwies sich wieder einmal „Entertainer Harry“ Fuchsberger, der mit seinem „Masterkey“ vehement zur Lachmuskelattacke blies und nach der Aldidiagnose sein blaues Auge mehr als verdient hat. Neben den Schunkelrunden mit den „Hofmusikanten“ Helmut Korn und Peter Stock riss Jürgen „Ted“ Garner mit seiner „Oldies Show“ und diversen Stimmungskrachern gesanglich alle von den Sitzen. In „Bonanza“ räumten die „Sängerbuam“ wieder einmal rhetorisch und musikalisch im Dorf auf und priesen dabei ihre Singlequalitäten an. Die „Quitschi-Quatschis“ sind Programm und sorgten auf der Sportheimbühne für herrlich überdrehtes, Gag reiches Durcheinander. Hansi Hinterseer, windelhosige Sumo Ringer, ein schlauer Pirat, Johannis der Säufer, Chinesen und zeitlupenschnelle Matrosen bevölkerten das „Narrenschiff auf Kreuzfahrt“ zum Tokio Hotel bis dann zum Finale die etwas anderen „Glocken von Rom“ erklangen. Fazit: ein mehr als kurzweiliger, wirklich hochkarätiger närrischer Abend, der gleich von Anfang an Stimmungsraketen zündete.

Bilder zur Sitzung gibt es hier.