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DJK Dampfach – DJK Hirschfeld 3:1 (04.10.2020)

Im Endeffekt verdiente Gästeniederlage im DJK-Duell

Trotz einer schwachen Vorstellung der Grünweißen wäre durchaus ein Punkt drin gewesen in Dampfach. Denn die Heimelf verstand es lange Zeit nicht, ihre Feldüberlegenheit in Tore umzumünzen. Doch am Ende musste Hirschfeld dann doch eine Niederlage einstecken, die auch in dieser Höhe verdient war. Ärgerlich daran war, dass allen drei Toren des Gegners krasse Abwehrfehler der Gäste vorausgingen. Die sonst so stabile Abwehr hatte nicht ihren besten Tag erwischt. Allerdings konnte auch der Rest des Teams nicht überzeugen.

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So dynamisch wie hier bei der Ballführung von Benedikt Amend sah das Hirschfelder Spiel selten aus.

Nachdem Michél Knaup und Kapitän Daniel Walter aufgrund hartnäckiger Verletzungen passen mussten, blieb das spielerische Element bei der Hirschfelder Vorstellung weitestgehend auf der Strecke. Dampfach hatte so zwar sehr viele Spielanteile, wusste aber zunächst nicht viel damit anzufangen. Dadurch ließ man die Gäste immer in Schlagweite, was sich fast noch gerächt hätte.

Gleich beim ersten nennenswerte Angriff der Gastgeber landete das Leder im Tor. Tobias Düring flankte von rechts flach nach innen. Dort versuchte Hirschfelds Christian Bollstetter direkt zu klären, schlug aber ein riesiges Luftloch. Dadurch kam der dahinter postierte Patrick Winter ans Leder und schob sicher zum 1:0 ein (11.).

Viel passierte dann erst einmal nicht. Die Grünweißen verloren zwar häufig und viel zu schnell den Ball, wodurch die Heimelf ständig aufs Tor von Medet Aydin anrennen konnte. Viel Gefahr konnte Dampfach damit aber nicht erzeugen.

Der auffälligste Spieler auf dem Feld war Dampfachs Kapitän Stefan Greb. Sein technisches Können stellte die Hintermannschaft der Grünweißen vor einige Probleme, wenn auch der letzte entscheidende Pass nicht gelang.

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Dampfachs Stefan Greb wird hier von Manuel Wächter und Stefan Nöthling in die Zange genommen, kann den Ball aber behaupten.

Erst nach 32. Minuten konnte sich dann der Gast eine Chance bei einem Standard erarbeiten. Patrick Hartmann schlug noch aus der eigenen Hälfte einen Freistoß in den Strafraum. Christian Bollstetter kam freistehend zum Kopfball, brachte das Spielgerät aber nicht im Tor unter.

Als ein abgewehrter Ball dem Hirschfelder Artur Kalus vor die Füße fiel, fackelte der nicht lange und knallte die Kugel aus 28 Metern aufs Tor. Doch konnte der gegnerische Torwart Sascha Dörfler das Geschoss gerade noch zur Ecke lenken (36.).

Ansonsten ging nach vorne allerdings nicht sehr viel zusammen. Die Außenstürmer der Gäste blieben insgesamt sehr blass und Jannik Lutz hatte so seine liebe Mühe mit den robusten Verteidigern Bilal Yücetag und Nico Koch, die dem Hirschfelder Sturmtank wenig Luft zum Atmen ließen. Immerhin konnte sich der Stürmer kurz vor dem Pausenpfiff einmal von seinen Gegenspielern lösen und an der Torauslinie nach innen marschieren. Sein finaler Pass fand dann aber keinen Abnehmer (45.).

So stand die Partie zur Halbzeit 1:0. Schiedsrichter Nikita Kolodeznyj sorgte mit einigen frühen Verwarnungen für Ruhe auf dem Platz und lieferte mit seinen Assistenten eine sehr gute Vorstellung ab, und dies über die gesamte Spielzeit. So einen souveränen Auftritt würde man sich auch von manchen seiner Kollegen wünschen.

Gleich nach dem Seitenwechsel hätte die Heimelf das Ergebnis erhöhen können. Die Grünweißen leisteten sich einen unnötigen Ballverlust nach eigenem Torabschlag. Dampfachs Kapitän Stefan Greb lief noch ein paar Meter und legte dann quer auf einen Teamkameraden. Doch dessen Direktabnahme in vierzehn Meter Torentfernung blieb am herausstürmenden Keeper Medet Aydin hängen (47.).

In der 48. Minute sorgte dann Trainer Oliver Kröner beim Gastgeber durch zwei Wechsel für einige Belebung im Spiel. Vor allem Adrian Hatcher hatte mit seinem Tempo viele gute Szenen. Das lag allerdings auch daran, dass dieser Spieler von den Hirschfeldern teilweise sträflich in der Deckung vernachlässigt wurde. Der nutzte seine Freiheiten dann auch weidlich aus.

Wie schon gesagt, ging bei den Grünweißen spielerisch wenig. Aber auch die zweiten Bälle landeten meist beim Gegner und im Spiel nach hinten leistete man sich so einige ungewohnte Unaufmerksamkeiten. So auch, als man nach einem Hirschfelder Freistoß in der 62. Minute das Verteidigen völlig unterließ. Noch in der eigenen Hälfte bekam Adrian Hatcher das Spielgerät und marschierte schnurstracks und mutterseelenallein aufs Gästetor zu. Glücklicherweise ließ der Stürmer die Großchance liegen, denn aus sechzehn Meter schlug er die Kugel in den Himmel. Aber so offen darf der Gast bei eigenem Ballbesitz doch nicht sein.

Drei Minuten später hatte die Heimelf wieder eine Großchance als Philipp Geßendorfer nach einem schönen Heber allein vor dem Tor stand. Doch Gästekeeper Medet Aydin stand gut und parierte gekonnt.

Die vielen Hochkaräter, welche Dampfach liegenließ, sollten sich dann in der 75. Minute rächen. Die Grünweißen trugen endlich einmal einen guten Angriff vor. Ein schöner Pass landete rechts bei Benedikt Amend. Der marschierte in den Strafraum und bediente Jannik Lutz. Beim Anspiel wurde dieser aber von seinem Gegenspieler gehalten und so entschied der Unparteiische auch gleich auf Strafstoß. Den verwandelte Patrick Hartmann sicher zum 1:1-Ausgleich.

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Jannik Lutz wurde immer hauteng gedeckt und wie hier von Nico Koch meist im Zaum gehalten.

Nun wollte Hirschfeld mehr. Denn vier Minuten später hätte man fast die Führung erzielt. Postwendend wurde man aber für die vergebene Chance bestraft. Jannik Lutz setzte sich gleich gegen zwei Gegenspieler durch und schoss aus bester Position in fünfzehn Meter Torentfernung den Keeper an. Der Gegenangriff des Gastgebers konnte zwar zunächst aufgehalten werden. Doch Christian Bollstetter vertändelte das Spielgerät, was Adrian Hatcher seinen dritten Alleingang auf das Hirschfelder Tor bescherte. Diesmal konnte sich Medet Aydin nur mit einem Foul behelfen, wofür es Strafstoß und Gelb gab. Den Elfmeter legte Stefan Greb zur 2:1-Führung überlegt ins Tor (79.). Das war schon ein Tiefschlag für die Gäste, von dem man sich nicht mehr so richtig erholen konnte.

Denn in der 84. Minute trickste sich zunächst Thiemo Persch durch die Hirschfelder Reihen ehe er quer legte auf Adrian Hatcher. Einmal mehr vereitelte Medet Aydin diese Riesenchance aus acht Metern mit einer Glanzparade.

Auf der anderen Seite kamen die Grünweißen zwar noch zu einigen Standards. Aber meist kam der Ball nicht mal gefährlich in den Strafraum. Da machte sich das Fehlen von Michél Knaup mit seinen Präzisionsflanken bemerkbar. Aber auch von seinen Teamkameraden darf man schon erwarten, den ein oder anderen Ball mal in die Gefahrenzone zu bringen.

Fast wäre man dann doch noch zum überaus glücklichen Ausgleich gekommen. Ein langer Ball kam zu Christian Bollstetter, der mittlerweile nach vorne gerückt war. Der nahm das Leder gut an und legte nach außen auf Benedikt Amend. Ein flacher Pass nach innen landete bei Jannik Lutz. Doch der schoss aus kurzer Distanz vorbei (90.).

So kam es, wie es kommen musste. Bei einem Konter über links kam Dampfach wieder viel zu einfach vor das Tor der Grünweißen. Diesmal traf bei der Flanke in den Strafraum der sonst gut spielende Mario Knaup den Ball nicht. Wie schon bei seinem ersten Treffer lauerte Patrick Winter dahinter am langen Pfosten und hatte wenig Mühe beim 3:1 (90. + 1). Abgesehen von den beiden Toren kam vom Dampfacher Stürmer ja nicht viel. Aber die sind nun mal das Salz in der Suppe und wenn man es dem Angreifer so leichtmacht, nutzt der das dann halt gnadenlos aus.

Danach war die Partie natürlich gelaufen und die Gäste durften von Glück sagen, dass der Schiedsrichter ein hartes Frustfoul von Hirschfelds Spielertrainer Stefan Nöthling nicht sah. Sonst hätte man sich über einen Platzverweis nicht beschweren dürfen.

Nun gilt es, diese Niederlage schnell abzuhacken und volle Konzentration auf das nächste Spiel gegen den Tabellenletzten FC Westheim zu legen. Der möchte nämlich auch nicht sang- und klanglos wieder absteigen und wird sich nach besten Kräften wehren. Will man den zweiten Sieg in diesem Jahr erreichen, muss sich die DJK schon steigern. Vielleicht können dann aber auch wieder einige angeschlagene Akteure mitwirken und dem Hirschfelder Spiel mehr Stabilität geben.

Aufstellung:
Medet Aydin, Stefan Nöthling, Christian Bollstetter, Artur Kalus, Patrick Hartmann, Mario Knaup, Benedikt Amend, Pascal Knaup, Shendrit Mehmedi, Manuel Wächter, Jannik Lutz, Einwechselspieler: Dominic Zahn, Michael Weilhöfer

 

(SG) Castell-Wiesenbronn II – SG TSV Heidenfeld II/DJK Hirschfeld II 4:2 (04.10.2020)

Berg- und Talfahrt von Heidenfeld/Hirschfeld geht weiter

Im Spiel Zweiter gegen Vierter fuhr die Heimelf am Ende den Dreier verdient ein. Zwar konnte Martin Tometschek mit einem Doppelschlag vor der Pause die 1:2-Führung für die Gäste herstellen (43. + 44.) nachdem Kevin Düll per Strafstoß zunächst das 1:0 erzielte (33.).

In der zweiten Halbzeit spielte aber fast nur noch der Gastgeber. So fielen zwangsläufig noch drei Treffer für Castell-Wiesenbronn durch Pascal Paul (47. + 90.) und Jürgen Weid (Strafstoß, 84.). Heidenfeld/Hirschfeld konnte dem Sturmdrang des Gegners nichts mehr entgegensetzten und musste mit null Punkten im Gepäck nach Hause fahren.

Aufstellung:
Spiridon Antoniou, Marcel Keller, Johannes Graf, Theo Friedrich, Sandro Kresser, Fabian Häckner, Alexander Wächter, Christoph Gropp, Fabian Mohren, Maximilian Gessner, Martin Tometschek, Einwechselspieler: Lukas Möhring, Christopher Thompson, Philipp Schneider, Sven Rückert, Simon Janiella

Vorschau:
SG TSV Heidenfeld II/DJK Hirschfeld II – TG 48 Schweinfurt, Sonntag, 11.10.20, 12:00 Uhr (in Hirschfeld)
DJK Hirschfeld – FC Westheim, Sonntag, 11.10.20, 15:00 Uhr