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DJK Hirschfeld – FC Westheim 1:1 (11.10.2020)

Hirschfeld kommt mit blauem Auge davon

Gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten kamen die Grünweißen nicht über ein Remis hinaus. Die DJK ließ alle typischen Fußballtugenden wie Laufbereitschaft und Einsatzwille vermissen. So kann man einfach kein Spiel gewinnen und es war eine Riesen Portion Glück und Dusel dabei, dass man am Ende nicht als Verlierer vom Platz ging.

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Medet Aydin muss Kopf und Kragen gegen Yanik Pragmann riskieren.

Auf dem Papier sah vor Spielbeginn Ausgangslage eigentlich nicht so schlecht aus. Zwar musste Christian Bollstetter passen. Dafür konnten wieder Michél Knaup und Daniel Walter mitwirken.

Doch im Vergleich zur letzten Woche wurde es fußballerisch nicht besser. Vielmehr leistete man sich im Spielaufbau so viele einfache Fehler wie selten zuvor. Dies lud den Gegner quasi zum Tore schießen ein. Man konnte von Glück sagen, dass Westheims Topstürmer Yanik Pragmann zwar mit Abstand bester Mann auf dem Platz war. Beim Torabschluss war er dann aber doch nur einmal erfolgreich.

Bezeichnend für die ganze Partie war eine Szene in der 7. Minute: Michél Knaup sorgte mit einem Fehler im Aufbauspiel gleich für eine Riesenchance der Gäste. Yanik Pragmann kam ans Leder und marschierte allein Richtung DJK-Keeper Medet Aydin. Dem war es zu verdanken, dass Hirschfeld nicht früh in Rückstand ging. Erst vereitelte er den Alleingang und dann langte er beim Nachschuss erneut zu.

Drei Minuten später wurde es auf der anderen Seite gefährlich. Benedikt Amend legte nach innen in den Fünfmeterraum auf Jannik Lutz. Bei dessen Schuss kam aber ein Verteidiger gerade noch mit dem Fuß dazwischen. Sonst wären wohl die Grünweißen mit 1:0 in Front gegangen.

Eine gute Szene hatte Hirschfeld noch in der 16. Minute als Trainer Stefan Nöthling nach einem Abstoß mit frühem Pressing den Ball zurückeroberte. An der Strafraumgrenze legte der Coach quer auf Michél Knaup. Doch dessen Schuss landete weit über dem Tor.

Danach war es aber vorbei mit der Heimelf und lange Zeit gab es nur noch Möglichkeiten auf der anderen Seite. Dies lag aber weniger am spielerischen Können der Gäste. Denn damit war es bis auf bei Kapitän Yanik Pragmann auch nicht weit her. Vielmehr gingen den Torchancen des FC meist Fehlpässe des Gastgebers voraus. Nach vorne agierten die Grünweißen einfallslos. Erfolgreiche Anspiele waren Mangelware, auch weil sich die Offensivkräfte kaum bewegten und Anspielstationen Mangelware waren. Die sonst so gefährlichen Außenbahnen waren teilweise richtig verwaist.

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Daniel Walter stand wieder in der Startelf und war noch einer der Besseren.

Während man in der Vorrunde mit den oben genannten Tugenden noch viele Spiele erfolgreich gestalten konnte, fehlten diese fast völlig. Zwar gibt es schon noch ein paar Spieler, die sich zumindest bemühten. Aber die gewohnten Stärken lassen viele Akteure vermissen. Rannte man im letzten Jahr die Gegner teilweise in Grund und Boden, hat man dazu im Vergleich momentan den Eindruck von Standfußball.

Nachdem lange Zeit das Gekicke hüben wie drüben relativ ereignislos war, sollten wieder einige Hirschfelder Fehler für Aufregung in den Reihen der Heimfans sorgen. Zunächst kam nach einem Abspielfehler Yanik Pragmann ans Spielgerät, der die gesamte Abwehr der Heimelf beschäftigte. Bei dieser Szene schloss der Westheimer Angreifer etwas zu überhastet ab (37.).

Doch nur eine Minute später düpierte er die Hintermannschaft der DJK erneut. Wieder gingen dem gegnerischen Angriff Ungenauigkeiten im Mittelfeld der Grünweißen voraus. Diesmal marschierte Yanik Pragmann über rechts Richtung Tor und sorgte mit einem haltbaren Schuss aus achtzehn Metern für das mittlerweile nicht unverdiente 0:1.

Wenigstens konnte die Nötling-Elf noch einmal kurz vor der Pause gefährlich werden als sich Daniel Walter ein Herz fasste und von hinten durchmarschierte. Der Kapitän passte nach außen auf Patrick Hartmann und der flankte nach innen. Doch der anschließende Kopfball von Jannik Lutz landete in den Händen von FC-Keeper Leon Wahler (43.).

Die zweite Halbzeit brachte keine Verbesserung ins Hirschfelder Spiel. Vielmehr knüpfte der Gastgeber an das Fehlpassfestival aus der ersten Hälfte an. Das lag nicht nur an den teils sehr ungenauen Zuspielen, sondern auch an der Unbeweglichkeit in der Offensive. Westheim hatte es nicht gerade schwer mit der Abwehrarbeit.

Alleinunterhalter Yanik Pragmann sorgte für den ersten Aha-Moment nach dem Seitenwechsel als seine Flanke von rechts auf die Latte klatschte (51.). Dann stand Hirschfeld blank als Mario Knaup einen Querpass über das halbe Feld spielte und zwar direkt Yanik Pragmann in die Füße. Irgendwie konnte man aber diese Chance dann hinten wieder vereiteln (57.).

Quasi im Gegenzug dann fast der Ausgleich. Jannik Lutz trickste sich am Keeper vorbei. Doch bei dessen Abschluss aufs leere Tor kam ein Abwehrspieler gerade noch mit dem Fuß dazwischen (58.).

In der 60. Minute hätte dann das 0:2 fallen können. Nach einem schnellen Konter legte Yanik Pragmann quer auf Teamkamerad Max Schmid. Der brachte die Kugel aber aus acht Metern nicht im Tor unter und semmelte unbedrängt über die Latte.

Dies sollte sich gleich rächen. Denn nach einem hohen Ball von Stefan Nöthling in den Strafraum köpfte Jannik Lutz über den Keeper ins Tor und plötzlich stand es 1:1. Da hatte der FC-Torwart die Flanke wohl etwas unterschätzt und der DJK-Angreifer bedankte sich mit einem Treffer (63.).

Nach dem Hirschfelder Tor steigerte sich die Heimelf etwas und kam zu weiteren Chancen. Allerdings war auch Westheim noch auf den zweiten Treffer aus und so war die Partie nun wenigstens offen.

In der 68. Minute köpfte Manuel Wächter nach einem Freistoß von Michél Knaup am Tor vorbei. Dies hätte durchaus die Führung sein können. Kurz zuvor hätte sich aber die DJK über einen Strafstoß nicht beschweren dürfen als Daniel Walter mit beiden Beinen voraus in den Gegner sprang. Schiedsrichter Adrian Schmitzius hatte die Pfeiffe schon im Mund. Der Pfiff blieb aber aus. Auch das Foul vor dem Freistoß hätte man nicht unbedingt für Hirschfeld pfeifen müssen.

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Michél Knaup war nach seiner Verletzungspause wohl noch gehandicapt während Yanik Pragmann groß aufspielte.

Die Westheimer Volksseele der wenigen mitgereisten Fans kochte dann vier Minuten später hoch. Michél Knaup spielte einen katastrophalen Rückpass in die Füße von Yanik Pragmann. Der lief in den Strafraum, machte ein langes Bein und schob damit ins Tor ein. Bei diesem Schuss war Mario Knaup irgendwie mit dran und der Unparteiische sah wohl ein Foulspiel des Angreifers. Jedenfalls pfiff er den Treffer zurück und entschied auf Freistoß für die Grünweißen. Diese Entscheidung sorgte selbst bei eingefleischten Hirschfelder Fans für Kopfschütteln und Durchatmen.

Und gleich wurde es wieder brenzlig als in der 75. Minute Yanik Pragmann nach innen auf David Böhm spielte. Der schloss aber nicht gleich aus guter Position ab, sondern versuchte zu Dribbeln. Aber dann ging ein DJK-Spieler dazwischen und die Chance war vertan.

Die vielen liegen gelassenen Chancen sorgten wohl dafür, dass Westheim am Tabellenende steht. Denn ganz so schlecht war der Gegner nicht und vor allem Yanik Pragmann war nie zu stoppen.

So hätte die Heimelf fast doch noch zum Sieg kommen können. Jannik Lutz marschierte über rechts in den Strafraum und passte flach nach innen. Dort stand Michél Knaup am Elfmeterpunkt und zog direkt ab. Den eigentlich gut platzierten Schuss parierte der Westheimer Torwart Leon Wahler in Weltklassemanier (76.).

In der Schlussviertelstunde passierte dann nichts mehr und die Grünweißen müssen sich mit dem einen Punkt zufrieden geben. Viel mehr war mit dieser Leistung nicht drin.

Zum Abstiegs-Relegationsplatz sind es derzeit elf Punkte Vorsprung bei noch sieben ausstehenden Partien. Diesen Platz belegt Rödelmaier, allerdings mit zwei Spielen weniger. Einen direkten Abstieg kann man definitiv ausschließen. Aber das ein oder andere Pünktchen darf man schon noch einsammeln, damit alles klar ist.

Nach vorne hat man mit den vielen Punktverlusten nach der Coronapause wohl alle Chancen verspielt, wenn es auch auf den Tabellenzweiten nur sechs Punkte Rückstand sind. Fußballerisch trennen die DJK zur Tabellenspitze aber gerade Welten.

Dass dem doch nicht so ist, kann man im letzten Punktspiel – und vor Beginn des Ligapokals – beweisen. Dann gastiert man beim Tabellenführer TSV Gochsheim, der den Spitzenplatz sicherlich behaupten möchte. Kurz nach dem Hinspiel stand man ja selbst auf dem Platz an der Sonne. Nun sind die Voraussetzungen etwas anders. Aber vielleicht gelingt ja den Hirschfeldern erneut etwas Unerwartetes.

Aufstellung:
Medet Aydin, Mario Knaup, Maximilian Wächter, Daniel Walter, Stefan Nöthling, Artur Kalus, Michél Knaup, Patrick Hartmann, Manuel Wächter, Benedikt Amend, Jannik Lutz, Einwechselspieler: Pascal Knaup, Shendrit Mehmedi

 

SG TSV Heidenfeld II/DJK Hirschfeld II – TG 48 Schweinfurt 1:4 (11.10.2020)

Spielgemeinschaft bekommt die Quittung für schwache Leistung

Schlag auf Schlag ging es in den ersten fünf Minuten. Die beiden ersten Angriffe landeten jeweils im Tor und es stand 1:1. Die TG ging zunächst in Führung und die Heimelf glich postwendend aus.

Die Anfangsviertelstunde hatte die Spielgemeinschaft die Partie eigentlich gut im Griff. Doch dann gab man das Spiel unbegreiflicherweise aus der Hand. Zunächst parierte SG-Schlussmann Manuel Rumpel noch einen von ihm selbst verursachten Strafstoß. Doch dann machte Heidenfeld/Hirschfeld die Schleusen auf und ließ den Gegner viel zu einfach zu Toren kommen. So schraubte die TG nach und nach das Ergebnis hoch auf 1:4.

Mit dem Dreitore-Vorsprung im Rücken schalteten die Gäste einen Gang runter und die Heimelf kam zu guten Chancen. In dieser Phase sorgte aber der Unparteiische mit einigen hanebüchenen Fehlentscheidungen dafür, dass Heidenfeld/Hirschfeld nicht mehr herankam. So annullierte er erst ein reguläres Tor. Dann nahm der Torwart der TG 48 einen Rückpass unerlaubt mit der Hand auf. Dies ahndete Schiedsrichter Ludwig Kuhn nicht. Und zu guter Letzt gab es nach einem klaren Foulspiel an Michael Weilhöfer von hinten in die Beine nur Gelb anstatt einen Platzverweis. Hier hatte der Gegenspieler nicht den Hauch einer Chance an den Ball zu kommen.

Letztlich muss sich der Gastgeber aber an die eigene Nase fassen. Mit so einer Vorstellung hätte man nicht mehr verdient als diese klare Niederlage. Da braucht man die Schuld dann nicht bei anderen suchen.

Aufstellung:
Manuel Rumpel, Johannes Graf, Fabian Mohren, Fabian Häckner, Maximilian Gessner, Christoph Gropp, Sandro Kresser, Michael Weilhöfer, Maximilian Frank, Martin Tometschek, Tobias Rehhan, Einwechselspieler: Marcel Keller, Lukas Möhring, Christopher Thompson, Michael Richter

Vorschau:
SG TSV Heidenfeld II/DJK Hirschfeld II spielfrei
TSV Gochsheim 1906 – DJK Hirschfeld, Sonntag, 18.10.20, 15:00 Uhr