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Vereinsgeschichte

Aus der Geschichte der DJK Hirschfeld 1928 e. V.
(Verfasser der Chronik: Theo Stock)

1928
Am 2. Mai 1928 findet die Gründungsversammlung des Sportvereins TSV-DJK statt. Das Versammlungsprotokoll nennt 25 Gründungsmitglieder, von denen heuer noch Longin Röll das Jubiläum des 75-jährigen Vereinsbestehens erleben darf. Als 1. Vorstand wird Michael Lender genannt und als 1. Kassier und Schriftführer Michael Fuchsberger.
Im Gründungsjahr nimmt eine Fußballmannschaft den Spielbetrieb auf. Oft muss sie den Sportplatz wechseln, da die Gemeinde kein geeignetes Spielgelände zuteilt. Pfarrer Lederer bezahlt die Trikots.

1934
Im Rahmen der allgemeinen Auflösung der DJK-Vereine durch die NS-Behörde des 3. Reiches muss auch die DJK Hirschfeld ihre Vereinstätigkeit einstellen.

1946
Nach dem 2. Weltkrieg – am 15. Mai 1946 – kommt es zur Wiedergründung. Hier bekennen sich 42 Mitglieder zum „Turn- und Sportverein“ Hirschfeld. Die Fußballer bestreiten ihre Spiele auf der anderen Mainseite und müssen deshalb immer die Fähre oder den „Schelch“ zur Überfahrt benutzen.
Neben den Fußballverbandsspielen sind Tanzveranstaltungen und gemeinsame Omnibusfahrten willkommene Abwechslung im Vereinsleben.

1948
Vor 55 Jahren: Als Fußballplatz dient nun ein kleines Spielfeld am „Simsag“, unmittelbar neben dem Mainufer. Kein Wunder, dass bei Spielen der Fußball oft aus dem Main gefischt werden muss! Die Fußballmannschaft wird wegen Zuschauerausschreitungen beim Spiel gegen den TSV Unterspiesheim für drei Monate vom Spielbetrieb durch den Bayerischen Fußball-Verband ausgeschlossen.

1950
Die Not der Nachkriegszeit lähmt den Sportbetrieb. Am 26. Juli löst sich der Sportverein „TSV Hirschfeld“ auf.

1955
Am 28. Mai wird der „Sportverein 55 Hirschfeld“ gegründet. 1. Vorsitzender ist Kilian Kestler. Als Rechtsnachfolger der 1934 verbotenen DJK erhält der Verein am 15. Juli wieder den Gründungsnamen „Deutsche Jugendkraft Hirschfeld“. 24 Mitglieder gehören nun dem Verein an. Die Fußballer spielen mit wechselndem Erfolg in der untersten Klasse. Die Spiele werden auf einem in Eigenleistung erstellten Sportplatz in Dorfnähe am Main – auf dem „Gänsewasen“ – durchgeführt.

fussball 1950
Fußballmannschaft 1950, Pokalturnier in Euerbach (v.l.n.r.):
1. Vorsitzender Michael Fuchsberger, August Rückert, Arthur (Edi) Ziegler, Anton Stock, Edmund Kinn, Josef Reichert, Heinz Woelke, Adam Linhart, Walter Seifert, Anton Rock, Max Endres, Willi Stock

1959
Höhepunkt des Jahres ist die Fahnenweihe am 20./21. Juni. Patenverein ist die DJK Schweinfurt.

1960
Die DJK Hirschfeld zählt nunmehr 62 Mitglieder. Schriftführer Franz Kroher gründet eine Sängergruppe mit 30 Mitgliedern des Sportvereins. Neben der bestehenden 1. Herren-Fußballmannschaft werden eine Reserve- und eine Schülermannschaft ins Leben gerufen.

1965
Auf Initiative von Franz Kroher wird eine Faustball-Abteilung mit einer Herren- und einer Schülermannschaft gegründet. Die Schüler erkämpfen sich den Titel eines unterfränkischen Vizemeisters. Bei den Waldlauf-Meisterschaften des Leichtathletik-Kreises Schweinfurt sind Mädchen und Buben der Hirschfelder DJK auf den vorderen Plätzen zu finden. Am 9. Oktober kann endlich mit dem Bau des DJK-Sport- und Jugendheimes begonnen werden.

1966
Die Zahl der Vereinsangehörigen steigt auf 199. Die unermüdliche Arbeitsleistung der Mitglieder macht es möglich, dass bereits am 2. Juli das Richtfest für den Sportheimbau gefeiert werden kann. Franz Kroher gründet im September die Korbball-Abteilung.

sportheim nov 1965
Sportheimbau (Kellergeschoss), November 1965

1967
Der Ausbau des „Gemeinschaftswerkes“ Sportheim geht weiter voran. Im Mai kann das neue Vereinsheim mit Turnhalle und Gaststätte seiner Bestimmung übergeben werden. Die in 45.000 freiwilligen Arbeitsstunden erbrachte Eigenleistung der Mitglieder stellt einen Wert von 135.000 DM dar. Am 4. November erfolgt die Gründung der Frauengymnastik-gruppe, die bis heute unter der Leitung von Thussy Meining wöchentliche Übungsstunden absolviert.

1968
Höhepunkt des Vereinslebens sind die Feier des 40-jährigen Gründungsjubiläums und die Sportheim-Einweihung am 18./19. Mai. In diesem Jahr hat die DJK 212 Mitglieder und folgende Abteilungen: Faustball, Frauengymnastik, Fußball, Korbball, Leichtathletik.

1969
Die Faustballschüler stellen erneut den unterfränkischen Vizemeister.