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Historie: SV Stammheim – DJK Hirschfeld 2:5 (02.09.2018)

Nachdem derzeit an die Ausübung von Vereinssport nicht zu denken ist, wollen wir an dieser Stelle an ein paar Klassiker der jüngeren DJK-Geschichte erinnern. Das nächste Spiel in dieser Reihe darf durchaus als Auftakt für die sensationelle Saison 2018/19 mit dem zu diesem Zeitpunkt neuen Trainer Stefan Nöthling angesehen werden. Der Derby-Sieg sorgte für das notwendige Selbstvertrauen für eine Runde, die in mehrfacher Hinsicht in die Hirschfelder Geschichtsbücher einging.

Hirschfeld zeigt Moral und kommt nach Rückstand richtig in Fahrt

Es ist ja schon fast Tradition: Stammheim verliert zu Saisonbeginn ein paar Mal. Dann kommt es zum Derby gegen Hirschfeld. Dies entscheidet der SV irgendwie für sich und in der Folge legt Stammheim eine längere siegreiche Serie hin. Diesmal machten die Grünweißen der Heimelf aber einen Strich durch die Rechnung.

Trotz des sehr guten Saisonstarts wusste die DJK aufgrund einer zweiwöchigen Pause nicht so richtig, wo man stand. Doch Hirschfeld überbrückte die spiellose Zeit gut und durfte am Ende über einen etwas zu hohen aber verdienten Sieg jubeln.

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Jubeln durfte die DJK an diesem Tag oft wie hier über das letzte Tor von Michél Knaup.

Stammheim hatte früh in der Partie die Chance, in Führung zu gehen. Die Gäste schliefen bei einem Einwurf. So kam Matthias Hübner an den Ball und legte von links in die Mitte auf Frank Wirsching. Der schoss aber aus dreizehn Metern am Kasten vorbei (3.).

Einen mustergültigen Gegenangriff leitete DJK-Keeper Medet Aydin direkt nach der Großchance Stammheims ein, als er das Spielgerät schnell zu Benedikt Amend brachte. Ein kurzes Zuspiel auf Stefan Nöthling und ein wunderschöner Pass vom Spielertrainer in den Strafraum brachte Spiros Antoniou in eine aussichtsreiche Position. Der fackelte nicht lange und schoss das Leder zum 0:1 ins Tor (4.).

Drei Minuten später hätte es noch mal klappern können. Mario Knaup spielte einen Traumpass von hinten heraus auf Jannik Lutz. Aus dem Lauf zog er aus vierzehn Metern ab, scheiterte aber knapp.

Dann kam Stammheim durch die Mitte. Nach einem Pass auf Frank Wirsching spitzelte Maximilian Wächter gerade noch den Ball weg bevor es gefährlich werden konnte (19.). Wie aus dem Nichts zog dann Spiros Antoniou von halb links ab und traf direkt ins Tordreieck. Doch leider ging der Ball nur von außen ins Gebälk (20.).

Die Grünweißen hatten zu diesem Zeitpunkt das Spiel voll im Griff, machten dann aber die Heimelf wieder stark. Benedikt Amend hielt den Ball zu lange am Fuß und ließ ihn sich dann abnehmen. Stammheim konterte schnell und überrumpelte die aufgerückten Hirschfelder nahezu. Medet Aydin konnte den ersten Schuss noch parieren, beim Nachschuss von Matthias Hübner war er aber machtlos (24.). Der 1:1-Ausgleich war aus DJK-Sicht natürlich unnötig wie ein Kropf.

Trotz des Gegentreffers änderte sich aber wenig am Spiel. Die Gäste waren spielbestimmend während der SV bei Kontern brandgefährlich war. Hüben wie drüben kam aber nicht mehr viel dabei heraus. Erst fünf Minuten vor dem Seitenwechsel hätte Hirschfeld wieder in Führung gehen können. Michél Knaup schlug eine Ecke nach innen. Benedikt Amend zog ab, doch SV-Torwart Marcel Klein konnte parieren. Die nächste Ecke schlug Spiros Antoniou nach innen und Michél Knaup kam frei zum Kopfball. Aus vier Metern schaffte er es, einen Aufsetzer über den Kasten zu köpfen. Eine Führung zur Pause wäre natürlich beruhigend gewesen. Insgesamt war man aber wohl hüben wie drüben zufrieden mit dem unterhaltsamen und chancenreichen Spiel.

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Packendes Duell zwischen DJK-Kapitän Dominic Zahn und Stammheims Doppeltorschütze Matthias Hübner.

Mit Wiederanpfiff kamen die Gastgeber nun stärker auf während die Grünweißen nicht mehr so schön kombinierten. Richtige Chancen erarbeitete sich die DJK erst einmal nicht mehr während Stammheim versuchte, die nun häufiger auftretenden Fehler beim Gegner auszunutzen.

Nach einem leichten Ballverlust lief der stark aufspielende SV-Spieler Patrick Hartmann von links aufs gegnerische Tor. Aus fünfzehn Metern traf er das Gehäuse aber nicht (50.). Drei Minuten später brachte ein langer Pass von Frank Wirsching den Stürmer in Schussposition. Diesmal landete das Spielgerät am Pfosten. Hirschfeld bekam den Mann einfach nicht in den Griff.

Dem 2:1 ging wieder ein Ballverlust im offensiven Mittelfeld voraus. Michél Knaup wollte sich nicht vom Ball trennen und so nahm ihm ein Stammheimer das Leder ab. Wieder ging es schnell über Patrick Hartmann nach vorne. Der legte quer auf den völlig freistehenden Matthias Hübner. Der Abschluss war dann nur noch Formsache (68.).

Nun dachte man schon auf Hirschfelder Seite, dass es den üblichen Gang im Derby gehen würde. Denn nur zwei Minuten später hätte der aufgerückte Benjamin Pils das 3:1 erzielen müssen als er alleinstehend aus zwölf Metern neben das Tor schoss. Das wäre es dann wohl gewesen für die DJK. Doch nun packte die Nöthling-Elf neben spielerischen Mitteln auch den Willen aus und drehte die Partie in den nächsten turbulenten Minuten.

Michél Knaup schlug einen Freistoß von halblinks nach innen auf den langen Pfosten. Stürmer Jannik Lutz touchierte noch das Leder entscheidend und sorgte für den 2:2-Ausgleich (72.). Mit dem einen Punkt waren die Gäste aber nicht zufrieden. Nicht zum ersten Mal wurde Jannik Lutz gelegt und diesmal gab es in Nähe der rechten Eckfahne Freistoß. Spiros Antoniou schlug die Kugel auf den kurzen Pfosten wo Spielertrainer Stefan Nöthling lauerte und per Kopf ins kurze Eck traf (74.). Das 2:3 sorgte natürlich für viele Emotionen bei Hirschfelder Spielern und Fans.

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Vorlagengeber Spirios Antoniou jubelt mit Torschütze Stefan Nöthling über das wichtige 2:3.

Während die Zuschauer aufgrund vergangener Spiele immer noch skeptisch waren, sorgte die Mannschaft schnell für klare Verhältnisse. Jannik Lutz kombinierte sich zusammen mit Spiros Antoniou vor das Tor und zog aus achtzehn Metern ab. SV-Keeper Marcel Klein wollte das Leder wohl noch festhalten. Doch der stramme Schuss trudelte über den Keeper ins Tor und schon stand es 2:4 (78.). In nur sechs Minuten machten die Gäste aus einem Rückstand eine beruhigende Führung.

Für den Endstand sorgte dann Michél Knaup gegen mittlerweile völlig konsternierte Stammheimer. Der Hirschfelder Mittelfeldstratege schloss einen Angriff ab in dem gerade mal Julian Hering allein gegen vier DJK-Angreifer stand. Das 2:5 war natürlich die endgültige Entscheidung (85.).

Trotzdem versuchte die Heimelf es zumindest noch einmal. So landete ein Kopfball von Matthias Hübner nach Frank Wirsching-Ecke am Pfosten (87.). Bei der letzten Ecke der Stammheimer wurde dann noch einmal Medet Aydin geprüft als Julian Hering einen Kopfball aus fünf Metern Richtung Tor brachte (90. +1).

Dann war Schluss und Hirschfeld konnte endlich einmal das Derby für sich entscheiden. Damit hat die DJK nach nunmehr vier Saisonspielen die volle Punktzahl. Zwar musste man diesmal zwei Gegentreffer einstecken. Dies war wohl auch etwas der offensiven Aufstellung geschuldet. Doch dafür lieferte der Hirschfelder Angriff ordentlich ab und bügelte die teils selbst verursachten Fehler wieder aus.

Am Freitag fährt man nun zum SV Ramsthal bevor am Sonntag der SV Mühlhausen/Schraudenbach auf dem Hirschfelder Sportplatz seine Aufwartung macht. Ramsthal startete schwach in die Saison, kommt aber jetzt so langsam in Tritt. Der Sonntagsgegner bot an diesem Wochenende dem Tabellenführer FC Gerolzhofen Paroli. Ein Selbstläufer wird es also sicherlich in beiden Spielen nicht. Die Doppelbelastung am Wochenende darf ja auch nicht unterschätzt werden.

Aufstellung:
Medet Aydin, Maximilian Gessner, Maximilian Wächter, Mario Knaup, Dominic Zahn, Stefan Nöthling, Sandro Hemmerich, Michél Knaup, Jannik Lutz, Spiros Antoniou, Benedikt Amend, Einwechselspieler: Fabian Mohren, Pascal Knaup, Manuel Wächter

 

DJK Wülfershausen II – SG TSV Heidenfeld/DJK Hirschfeld II 0:5 (02.09.2018)

Heidenfeld/Hirschfeld setzt sich oben fest

Die Tormaschine lief wieder wie am Schnürchen und der derzeit stärkste Angriff der Liga setzt sich nun erst einmal oben fest. Die Gäste waren gleich mit Spielbeginn hellwach und sorgten durch Nicolas Pittroff (1.) und Marcel Keller (5.) schnell für eine beruhigende 0:2-Führung.

Nach der Pause legte die Heidenfeld/Hirschfelder Reserve nach und erhöhte auf 0:5. Alexander Wächter (52.), Jochen Manger (75.) und Fabian Häckner per Elfmeter (89.) trugen sich in die Torschützenliste ein. So darf es natürlich weitergehen.

Aufstellung:
Rony Schreiber, Johannes Graf, Fabian Häckner, Johannes Jarausch, Stefan Claassen, Alexander Wächter, Michael Weilhöfer, Nikolas Pittrof, Tobias Rebhan, Jochen Manger, Marcel Keller, Einwechselspieler: Mario Flederer, Martin Rumpel

Vorschau:
SV Ramsthal – DJK Hirschfeld, Freitag, 07.09.18, 17:45 Uhr
SG TSV Heidenfeld II/DJK Hirschfeld II – (SG) DJK Dürrfeld/Obereuerheim II, Sonntag, 09.09.18, 13:00 Uhr (in Heidenfeld)
DJK Hirschfeld – SV Mühlhausen/Schraudenbach, Sonntag, 09.09.18, 15:00 Uhr